AdVenture Capitalist im Test

Das dümmste Spiel, das süchtig macht!

16. August 2016

So hoch sind meine bisherigen Lifetime Earnings:
23.065.800.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000…

Nein, ich bin nicht der reichste Mensch der Welt, denn das Meiste davon hab ich auf dem Mars verdient. Auf der Erde waren es erst 25,458 Duooctigintillion. Nur ein paar werden jetzt nicht völlig ausgestiegen sein und mich in ins Irrenhaus verfrachten wollen, denn die wissen ich spreche über das F2P Game AdVenture Capitalist.

Profit Martians

Das meiste Geld habe ich auf dem Mars verdient.

Das Spielprinzip ist absolut hirnrissig. Es existieren auf drei verschiedenen Planeten und diversen Events eine Reihe Einnahmequellen. Auf der Erde ist das ein Limonadenstand, Zeitungen austragen, Autowaschen, Pizza ausliefern, ein Donut Shop, eine Schrimp-Fischerei, ein Hockey Team, ein Filmstudio, eine Bank und eine Ölraffinerie. Am Anfang muss eine Zitrone noch händisch mit einem Klick ausgepresst werden aber sehr bald übernehmen Manager den Betrieb aller Einnahmequellen und der Spieler wartet nur mehr bis er eine gewisse Geldsumme auf dem Konto hat, um Boni zu kaufen oder eine Einkommensquelle auszubauen. So habe ich nun gerade 8600 Limonadenstände.

Sobald das eigene Vermögen über eine Trillion hinaus geht, werden „Angel Investoren“ angezogen, die man bekommt, wenn die ganze Sache resettet wird. Dann beginnt man zwar wieder mit einem Stand aber bekommt durch die Investoren Prozent-Boni auf alle Einkünfte oder die Engel können für einen Bonus wiederum geopfert werden. Mehr ist das ganze Spiel eigentlich nicht.

Angel Investors

Bringen Prozent-Boni auf alle Einkünfte oder können für einen Bonus wiederum geopfert werden.

Doch wie macht dieses idiotische Spielprinzip süchtig? Man hängt keineswegs den ganzen Tag vor dem Game und schaut den Zahlen beim rauf zählen zu, aber es wird eine Sucht wie das ständig E-Mail checken. Wenn man nach Hause kommt, schaut man erst einmal nach ob man irgendetwas upgraden kann oder es sich auszahlt zu resetten und mehr Engel einzuheimsen. Dann schaut man vor dem Arbeiten nach. Dann auch noch nachdem man etwas gegessen hat. Der letzte Blick des Tages folgt kurz vor dem zu Bett gehen. Es ist wie ein Tamagochi für lächerlich große Zahlen.

Ich hasse dich AdVenture Capitalist. Aber wer meinen Hass teilen möchte, kann sich das Spiel kostenlos auf Steam holen und versuchen noch reicher als ich zu werden… man muss mein Leben beschissen sein 😉